Historischer Waldbrand im Hürtgenwald: NRW kämpft mit schlimmstem Brand seiner Geschichte

Im Hürtgenwald an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und der Eifel tobt seit Tagen ein verheerender Waldbrand, der als der schwerste seiner Art in der Geschichte des Bundeslandes gilt. Die Flammen haben mittlerweile mehr als 200 Hektar Waldfläche vernichtet. Besonders brisant: Im Gelände lagern noch Munition und Sprengstoffe aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei der Hitze explosionsgefährdet sind und die Löscharbeiten erheblich erschweren.

Feuerwehr, Bundeswehr und Hilfsorganisationen arbeiten unter Hochdruck, um die Ausbreitung des Feuers zu stoppen. Panzerfahrzeuge wurden eingesetzt, um Brandschneisen anzulegen, während Löschhubschrauber kontinuierlich Wasser aus nahegelegenen Seen abziehen. Trotz massiver Einsatzkräfte bleibt die Lage instabil. Meteorologen warnen vor weiter steigenden Temperaturen und trockenem Wind, der das Feuer rasch in benachbarte Regionen treiben könnte.

Die Evakuierung mehrerer Dörfer wurde angeordnet. In Notunterkünften in der Umgebung finden hunderte Anwohner vorübergehend Schutz. Experten machen die anhaltende Dürre und extreme Hitzewellen für die Brandanfälligkeit verantwortlich. Kritik wird laut, dass langfristige Maßnahmen zum Wald- und Klimaschutz bislang stiefmütterlich behandelt wurden. Die Bilder aus dem brennenden Hürtgenwald seien nicht nur eine regionale Katastrophe, sondern müssten alle Angehörigen des Landes alarmieren, so Kommentatoren.

Quellen: ARD Tagesschau – Inland, FAZ Online, Süddeutsche Zeitung