Die Junge Union (JU) in Brandenburg befindet sich in einer Phase der Neuorientierung. Grund ist der plötzliche Rücktritt der Landesvorsitzenden, der innerhalb der Organisation für Verunsicherung gesorgt hat. Auf einer Sondersitzung am Wochenende berieten führende Mitglieder über die zukünftige Ausrichtung der Organisation und deren Rolle in der Debatte um die Reformen der Bundesregierung.
Die JU Brandenburg will sich stärker in die politische Diskussion um Steuerreformen, Digitalisierung und Infrastrukturpolitik einbringen. Gleichzeitig werde man die eigene Position als Nachwuchsorganisation der CDU klarer profilieren, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Besonders in ländlichen Regionen des Landes soll die Präsenz der JU verstärkt werden, um jüngere Wählergruppen zu erreichen.
Der Rücktritt der bisherigen Vorsitzenden bleibt bislang ohne öffentliche Erklärung. Parteinahe Kreise sprechen von Differenzen über den Kurs der Bundesregierung, insbesondere im Bereich Klimapolitik und Finanzgesetzgebung. Die Junge Union sieht sich nun vor der Aufgabe, innerhalb der Union eine junge, moderne Stimme zu bleiben – und gleichzeitig die Verbindung zur Basis in Brandenburg nicht zu verlieren.
Quellen: Der Tagesspiegel