Die Jugendorganisation der SPD in Brandenburg sieht die Partei an einem Scheideweg. Der Landesvorsitzende der Jusos, Maximilian Schmidt, äußerte sich in einem Interview besorgt über die Stimmung in den Parteigremien. „Die Basis ist erschöpft und gefrustet“, so Schmidt. Hintergrund sind schwache Umfragewerte, interne Machtkämpfe und ein fehlendes klares Profil der Partei im Land.
Die Jusos fordern einen inhaltlichen Neustart, um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen. Dabei gehe es nicht um persönliche Angriffe oder vorschnelle Ablösungen im Führungsteam, betont Schmidt. Stattdessen solle die SPD in Brandenburg wieder stärker sozialpolitische Themen in den Fokus rücken – etwa bezahlbaren Wohnraum, Bildungschancen und Klimaschutz mit sozialem Ausgleich.
Die Kritik aus den eigenen Reihen unterstreicht die angespannte Lage der Brandenburger SPD, die zuletzt in Umfragen deutlich hinter CDU und AfD zurücklag. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Dietmar Woidke steht zunehmend unter Druck, sowohl von innen als auch von außen. Die Jusos wollen nun Dialogveranstaltungen in den Regionen starten, um die Mitglieder wieder stärker einzubinden und Impulse für eine Erneuerung zu sammeln.
Quellen: Der Tagesspiegel