Die Lage in der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau an der belgischen Grenze hat sich am Freitagabend dramatisch zugespitzt. Aufgrund von ausgedehnten Waldbränden, die sich trotz massiven Einsatzes der Feuerwehr weiter ausbreiten, wurde die Bevölkerung eindringlich aufgefordert, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. Die Behörden schließen nicht mehr aus, dass die Flammen auf bewohnte Stadtteile übergreifen könnten.
Die Feuerwehr befindet sich im sogenannten Vollalarm – sämtliche verfügbaren Kräfte sind im Einsatz. Unterstützt werden sie von Spezialkräften aus benachbarten Kreisen sowie von Luftunterstützung, die Wasserbombardements über den betroffenen Waldgebieten durchführt. Die Brandursache ist bisher unklar, jedoch begünstigt eine anhaltende Trockenperiode und starke Winde die schnelle Ausbreitung der Feuer.
Die Evakuierung läuft schrittweise, wobei besonders Bewohner der südlichen und westlichen Ortslagen betroffen sind. Notunterkünfte wurden in Schulen und Sporthallen in Nachbarorten eingerichtet. Die Polizei hat den Zutritt zu betroffenen Gebieten gesperrt und warnt vor unüberlegten Eigeninitiativen. Die Lage bleibt weiterhin instabil, und die Behörden rechnen mit einer langwierigen Bekämpfung der Brände.
Quellen: Welt Online, ntv – Nachrichten