Ein neues Kapitel im Frankfurter Nachtleben hat begonnen: Der lokale DJ und Musiker Julian Smith hat im August 2026 die „Tanzbar“ eröffnet – einen Pop-up-Club, der sich ganz auf das Wesen des gemeinsamen Tanzens konzentriert. Der besondere Clou: Der Club befindet sich in einem versteckten Keller des Bürgerhauses Seckbach, ehemals eine traditionelle Pilsstube, deren rustikale Atmosphäre nun neu belebt wird.
Die Namenswahl ist Programm: „Tanzbar“ steht gleichermaßen für Aufforderung wie für Versprechen. Wer die Treppe ins Untergeschoss hinabsteigt, betritt einen Raum mit niedrigen Decken, alten Ziegeln und einer überraschend warmen Akustik. Statt schicker Bars oder Laserlichtshows setzt Smith auf Intimität, analoge Musikformate und eine offene Tür für alle, die Lust auf unverfälschtes Clubfeeling haben.
„Es geht nicht um Glamour, sondern um Gegenwart“, beschreibt Smith sein Konzept. Die „Tanzbar“ sei als temporäres kulturelles Labor gedacht, das Räume öffnet – sowohl physisch als auch sozial. Besonders im Fokus steht dabei die Idee des Miteinanders fernab von kommerziellem Druck. Geplant sind neben DJ-Sets auch kleine Performances, Lesungen und Begegnungsformate.
Das Projekt stößt in der Frankfurter Kulturszene auf großes Interesse. Viele sehen darin eine willkommene Alternative zu den immer seltener werdenden unabhängigen Veranstaltungsorten. Mit der Nutzung leerstehender oder untergenutzter Räume setzt Smith zudem ein Zeichen für kreative Stadtentwicklung – mitten in Hessen, wo urbane Kultur zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Quellen: FAZ Online