DR Kongo: Ebola-Ausbruch tötet alle 30 Minuten einen Menschen – Rekordverlauf der Epidemie

Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) verschärft sich weiter dramatisch. Laut Angaben der Vereinten Nationen handelt es sich um den am schnellsten wachsenden Ausbruch in der Geschichte des Landes, der kurz davorsteht, auch der tödlichste zu werden. Aktuellen Daten zufolge stirbt im Durchschnitt alle 30 Minuten eine Person an den Folgen der Infektion.

Die Zahl der Todesopfer hat bereits die Marke von über 2.300 überschritten, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf aktuelle Gesundheitsdaten berichtet. Die Region Ost-Kongo, insbesondere die Provinzen Nordkivu und Ituri, bleibt das Epizentrum der Epidemie. Dort kämpfen medizinisches Personal und internationale Hilfsorganisationen unter extrem schwierigen Bedingungen gegen die rasche Ausbreitung des Virus.

Gefährdete Gesundheitshelfer

Hinzu kommt, dass Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Gesundheitspersonal die Bekämpfung der Krankheit massiv behindern. Nach UN-Angaben ereignet sich im Schnitt alle sechs Stunden ein Angriff auf das Gesundheitswesen – sei es durch bewaffnete Gruppen oder aus Misstrauen lokal entstandene Proteste. Viele Helfer fühlen sich ungeschützt, da bislang niemand für diese Übergriffe zur Rechenschaft gezogen wurde.

Quellen: AllAfrica – Central Africa, FAZ Online