Namibia plant umfassende Reform des Kleinbergbau-Sektors

Der Parlamentarische Ständige Ausschuss für natürliche Ressourcen in Namibia fordert eine umfassende Neuausrichtung des Kleinbergbau-Sektors. Ausschussvorsitzender Tobie Aupindi betonte am Samstag die Notwendigkeit dringender gesetzlicher und institutioneller Reformen, um strukturelle Probleme zu lösen und das volkswirtschaftliche Potenzial des Sektors voll auszuschöpfen.

Laut Aupindi kämpfen Kleinbergbau-Unternehmen weiterhin mit bürokratischen Hürden, mangelndem Zugang zu Finanzierung und unklaren Lizenzierungsverfahren. Viele Beschäftigte arbeiten unter unsicheren Bedingungen ohne ausreichenden rechtlichen Schutz. Der Ausschuss sieht dringenden Handlungsbedarf, um fairen Zugang zu Bodenschätzen zu gewährleisten und die lokale Wertschöpfung zu stärken.

Namibia verfügt über reiche Mineralvorkommen, darunter Diamanten, Uran und seltene Erden. Der Kleinbergbau spielt insbesondere in ländlichen Regionen eine wichtige Rolle für die Beschäftigung und Einkommensgenerierung. Die vorgeschlagenen Reformen sollen Transparenz erhöhen, Korruption vorbeugen und gleichzeitig nachhaltige Praktiken fördern.

Der Ausschuss wird in den kommenden Wochen mit Experten, Bergbauverbänden und Gemeindevertretern beraten, um konkrete Handlungsempfehlungen für die Regierung auszuarbeiten.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business