In Hessen arbeiten immer mehr Menschen auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze. Laut aktuellen Daten aus dem Jahr 2025 sind rund 150.000 Personen im Alter von 65 Jahren und älter erwerbstätig – ein Anstieg um etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung spiegelt einen bundesweiten Trend wider, wird jedoch besonders in der Wirtschaftsregion Rhein-Main deutlich, wo viele ältere Arbeitnehmer in Teilzeit oder in beratenden Funktionen tätig sind.
Experten führen den Anstieg unter anderem auf die angespannte Lage am Arbeitsmarkt, die demografische Entwicklung und die Angst vor Altersarmut zurück. Der Sozialverband VdK kritisiert, dass viele Rentner auf Zuschüsse angewiesen seien, um über die Runden zu kommen. "Eine auskömmliche Rente für alle ist dringend nötig, um Menschen im Alter ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen", betonte ein Sprecher des Verbands.
Die hessische Landesregierung sieht jedoch auch positive Aspekte: Die Beschäftigung Älterer trage zur Fachkräftesicherung bei, insbesondere in Branchen wie Handwerk, Gesundheitswesen und IT. Gleichzeitig wird überlegt, wie die Rahmenbedingungen für eine altersgerechte Arbeitswelt verbessert werden können – etwa durch flexible Arbeitszeiten und bessere Gesundheitsangebote.
Quellen: FAZ Online