Südafrikas Präsident Ramaphosa entschuldigt sich bei Mosambik für Gewalt gegen Ausländer

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat sich formell bei Mosambiks neuem Staatschef Daniel Chapo für jüngste Gewaltakte gegen ausländische Staatsbürger entschuldigt. Die Entschuldigung erfolgte während eines bilateralen Treffens in Durban und bezieht sich auf eine Welle von Übergriffen durch südafrikanische Bürger gegen Menschen afrikanischer Herkunft, darunter auch mosambikanische Migranten.

Ramaphosa betonte, dass solche Handlungen nicht mit den Werten einer offenen und integrativen Gesellschaft vereinbar seien. „Ich möchte im Namen der südafrikanischen Regierung und meines Volkes meine aufrichtige Entschuldigung aussprechen“, sagte er laut amtlicher Mitteilung. Er versicherte, dass die Behörden Maßnahmen ergreifen würden, um die Sicherheit aller im Land lebenden Ausländer zu gewährleisten und rechtsextreme Tendenzen entgegenzuwirken.

Die Gewaltwellen gegen Migranten sind in Südafrika immer wieder ein brisantes Thema und haben regelmäßig diplomatische Reaktionen aus Nachbarländern zur Folge. Mosambik, das historisch enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zu Südafrika pflegt, hatte bereits mehrfach Bedenken hinsichtlich der Sicherheit seiner Bürger im Nachbarland geäußert. Die aktuelle Entschuldigung wird daher als wichtiger Schritt zur Stabilisierung der bilateralen Beziehungen gewertet.

Präsident Chapo nahm die Entschuldigung an und begrüßte die klare Stellungnahme Ramaphosas. Beide Seiten vereinbarten verstärkte Konsultationen im Bereich Migration und Sicherheit.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – South Africa