Am Münchner Flughafen ist am Sonntag ein schwerer Unfall nur knapp verhindert worden. Ein Boeing-787-9-Jet der Vietnam Airlines mit Flugnummer VN34 hob erst deutlich nach Ende der Startbahn ab, wodurch das Heck der Maschine aufsetzte. Das Flugzeug konnte sich gerade noch in die Luft bringen, kehrte aber aufgrund technischer Unregelmäßigkeiten sofort nach München zurück. Über 250 Passagiere an Bord entgingen einer möglichen Katastrophe.
Luftfahrtexperten wie Heinrich Großbongardt und Peter Gatz äußern sich alarmiert. Sie beschreiben das Geschehen als „haarscharf an einer Katastrophe vorbei“ und weisen auf mehrere Fehler der Piloten hin. So sei die Startmasse möglicherweise falsch berechnet worden oder die Piloten hätten die Startbahn nicht rechtzeitig erreicht. Die genaue Ursache für das zu späte Abheben ist weiterhin unklar und wird derzeit von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung untersucht.
Der Münchner Flughafen, einer der wichtigsten Luftknotenpunkte Deutschlands, bestätigte den Vorfall und kündigte eine umfassende Sicherheitsüberprüfung an. Internationale Aufmerksamkeit hat den Fall bereits erreicht, da eine solche Fehleinschätzung schwerwiegende Folgen hätte haben können. Die Ermittlungen laufen, während die betroffene Boeing derzeit in einer Wartungshalle bleibt.
Quellen: Welt Online, Spiegel Online, Der Tagesspiegel