Die ehemalige Spitzenunternehmerin aus dem Gazastreifen, Mona Al-Ghalayini, hat nach der Zerstörung ihres Geschäftslebens durch den Gaza-Konflikt einen Neubeginn in Kairo gestartet. Wo einst ihr florierendes Unternehmen lag, befindet sich heute Trümmerwüste – doch Al-Ghalayini weigert sich, ihre Identität und Kultur aufzugeben. Stattdessen nutzt sie die Küche als Waffe gegen Vergessen und Verzweiflung.
In ihrem neuen Restaurant in der ägyptischen Hauptstadt serviert sie traditionelle Gerichte aus Gaza, angereichert mit Aromen von Dill, Chili und Knoblauch – Zutaten, die tief in der palästinensischen Küche verwurzelt sind. Jedes Gericht erzählt eine Geschichte: von Familie, Heimat und Widerstand. „Das Kochen ist meine Art, dem Krieg zu sagen: Du hast uns vertrieben, aber du hast uns nicht gelöscht“, sagte Al-Ghalayini gegenüber Spiegel Online.
Ihr Lokal wird zunehmend zu einem Treffpunkt für palästinensische Geflüchtete, aber auch für Ägypter, die die kulturelle Vielfalt der Region entdecken wollen. Al-Ghalayinis Projekt geht über Gastronomie hinaus – es ist ein Akt der Resilienz, eine Mischung aus humanitärer Initiative und kulturellem Erhalt. In einer Zeit, in der viele Stimmen verstummen, setzt sie auf Geschmack, um Gehör zu finden.
Quellen: Spiegel Online