Im August 2025 klang alles so einfach: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und damaliger Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter kündigten an, eine zweite offizielle Surfstelle an der Dianabadschwelle im Eisbach zu schaffen. Ein Projekt, das als Symbol für moderne Stadtentwicklung und Freizeitkultur in München gedacht war. Doch ein Jahr später ist von konkreten Fortschritten nichts zu sehen.
Die Initiative sollte nicht nur Surferfreunde anziehen, sondern auch die Aufenthaltsqualität am Isarufer verbessern. Doch die Realität sieht anders aus: Weder Genehmigungen noch Planungen sind öffentlich bekannt geworden. Verwaltungshürden, Umweltauflagen und möglicherweise auch fehlende Koordination zwischen Stadt und Land gelten als Gründe für die Verzögerung.
Die Diskrepanz zwischen Ankündigung und Umsetzung wirft Fragen über die Priorisierung kommunaler Projekte auf. Während die erste Eisbachwelle bei Touristen und Einheimischen beliebt bleibt, bleibt das Versprechen eines zweiten Surfspots bislang bloße Ankündigung. Befürworter hoffen, dass die neue Stadtführung unter Oberbürgermeister Merk das Thema wieder aufnimmt – doch bislang bleibt es still.
Quellen: Süddeutsche Zeitung