Die Diskussion über die Ausweisung von britischen Staatsbürgern in Schweden nach dem Brexit nimmt an Intensität zu. Schätzungen zufolge hat Schweden dreimal mehr Briten ausgewiesen als jedes andere EU-Land. Während die schwedische Regierung von einem verständnisvollen Ansatz spricht, berichten Betroffene von schweren persönlichen Schicksalen.
Ein herausragendes Beispiel ist der Fall von Joyce Thomas, einer 78-jährigen ehemaligen Krankenschwester, die seit 21 Jahren in Schweden lebt. Trotz ihrer tiefen Verwurzelung in dem Land und der Tatsache, dass ihr verstorbener Ehemann und ihre Familie dort leben, wurde sie aufgefordert, das Land zu verlassen, da ihre Antragsstellung für den Aufenthalt nach dem Brexit verspätet war. Der Fall wirft Fragen auf über die Fairness der neuen Regelungen und die Verantwortung der Europäischen Union.
Die Europäische Kommission wird beschuldigt, nicht genug zu tun, um den betroffenen Briten zu helfen und die Freizügigkeit der Menschen zu schützen. Kritiker argumentieren, dass die EU in ihrer Verantwortung versagt hat, während die britischen Staatsbürger in Schweden mit großer Unsicherheit konfrontiert sind.
Quellen: The Local Sweden, The Guardian – Europe