Nuba-Berge unter Beschuss: Letzte Zufluchtsorte im Sudan gefährdet

Seit mehr als drei Jahren wütet im Sudan ein verheerender Bürgerkrieg, der Millionen zur Flucht zwingt und ganze Regionen in Hungersnöte stürzt. Die Nuba-Berge im Süden des Landes galten lange als letzter sicherer Zufluchtsort – eine Region, in der Zivilisten Schutz vor den Kämpfen zwischen der sudanesischen Armee und der verbündeten Milizen der Rapid Support Forces (RSF) fanden.

Doch wie der Spiegel berichtet, ist auch dieser Rückzugsort nicht mehr sicher. Berichte über Drohnenüberflüge und gezielte Angriffe in der Region mehren sich. Die zunehmende Präsenz von Aufklärungs- und Kampfdrohnen deutet darauf hin, dass die Konfliktparteien ihre Reichweite ausweiten und auch abgelegene Gebiete militärisch zu kontrollieren versuchen.

Die Bedrohung durch Luftangriffe verunsichert die Bevölkerung zutiefst. Ohne Schutzräume oder Warnsysteme sind die Menschen in den Nuba-Bergen schutzlos. Hilfsorganisationen warnen vor einer weiteren Verschärfung der humanitären Krise, da die Angst vor Angriffen die Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe zusätzlich erschwert. Die Zerstörung des letzten Zufluchtsorts könnte eine neue Welle der Vertreibung auslösen.

Quellen: Spiegel Online