Deutschland verstärkt seine Unterstützung im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Angesichts der dramatischen Lage hat die Bundesregierung gemeinsam mit der EU zusätzliche Hilfsgelder bereitgestellt, um medizinische Versorgung, Transport und Aufklärung vor Ort zu verbessern. Die ARD berichtet, dass die internationale Gemeinschaft den Ausbruch zunehmend als außer Kontrolle geraten ansieht.
Gleichzeitig verfolgt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine neue, auf die Bevölkerung ausgerichtete Strategie: Motorradfahrer, sogenannte „moto-meds“, könnten eine Schlüsselrolle übernehmen. In vielen ländlichen Gebieten des Kongo sind Motorräder das wichtigste Transportmittel. Da Krankenwagen oft Ziel von Angriffen sind, bringen diese Fahrer Infizierte oftmals heimlich in Behandlungszentren – oft auf eigene Gefahr.
Die WHO plant nun, diese informellen Netzwerke systematisch einzubinden, um schneller auf neue Fälle zu reagieren und das Vertrauen der Gemeinden zu stärken. Diese Community-basierte Herangehensweise gilt als entscheidender Schritt, um die Verbreitung des Virus zu bremsen – besonders in abgelegenen und konfliktgeplagten Regionen.
Quellen: ARD Tagesschau – Ausland, AllAfrica – Latest, AllAfrica – Central Africa