Die Lausitz in Brandenburg steht weiterhin vor großen Herausforderungen im Zuge des Kohleausstiegs. Beim dritten Journalistenbesuch von Strukturwandelprojekten wurde deutlich: Obwohl Investitionen in Technologie, Bildung und Infrastruktur fließen, bleibt die Wirkung vor Ort uneinheitlich. Das Ziel, besonders Jugendliche und junge Familien zum Bleiben zu bewegen, stößt noch immer auf Hindernisse – nicht zuletzt aufgrund einer oft als kühl empfundenen lokalen Willkommenskultur.
Projekte wie der Ausbau digitaler Arbeitsplätze, neue Forschungszentren und touristische Angebote am Tagebausee „Blauer See“ zeigen Ansätze, doch Experten mahnen: Es fehlt an einem kohärenten Gesamtkonzept, das wirtschaftliche Chancen mit sozialem Zusammenhalt verbindet. Besonders in kleineren Gemeinden wird kritisiert, dass Neuzugewanderte oft kaum integriert werden.
Die Landesregierung betont, dass neben finanzieller Förderung auch kulturelle und gesellschaftliche Akzeptanz entscheidend seien. In Gesprächen mit Unternehmen, Kommunen und Bürgerinitiativen soll daher verstärkt an einer offeneren Regionalentwicklung gearbeitet werden. Der Erfolg des Wandels werde letztlich daran gemessen, ob Kinder und Enkel hier eine echte Zukunft sehen, so das Fazit der Veranstaltung.
Quellen: Der Tagesspiegel