Als Zeichen der Solidarität und des Widerstands gegen Hass und Gewalt hat der Berliner Rapper Baran Kok ein großes Benefizkonzert für queere Freiheit organisiert. Nur Tage nach dem rassistisch motivierten Attentat auf den diesjährigen CSD in Berlin füllte sich die Columbiahalle am Sonntagabend bis auf den letzten Platz. Mit dabei: Musikgrößen wie Herbert Grönemeyer und Ikkimel, die ihre Stimme für Vielfalt und Toleranz erhoben.
Der Abend begann emotional, mit einer Schweigeminute für die Opfer des Anschlags. Danach folgte ein vielfältiges Programm aus Rap, Rock und gesellschaftskritischen Texten. Baran Kok eröffnete mit einem neuen Song, der direkt gegen Homophobie und Rechtsextremismus richtete. „Wenn sie uns töten wollen, dann singen wir eben lauter“, rief er ins Publikum – ein Satz, der sofort zum Motto des Abends wurde.
Herbert Grönemeyer, der selten bei solchen Events auftritt, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Demokratie und der persönlichen Verantwortung jedes Einzelnen. „Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen sie verteidigen – jeden Tag“, sagte er. Sein Auftritt mit Liedern wie „Mensch“ und „Der König von Deutschland“ sorgte für Gänsehautstimmung.
Das Konzert war innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Die Einnahmen fließen an Organisationen, die lesbische, schwule, trans- und intergeschlechtliche Menschen in Berlin unterstützen. Auch politische Vertreter aus Senat und Bezirksverwaltungen waren vor Ort, zeigten Flagge – und blieben bewusst im Hintergrund, um den Fokus auf die Betroffenen und Künstler zu legen.
Quellen: Der Tagesspiegel