Der Hamburger Verein „Laut gegen Nazis“ hat eine kluge Strategie entwickelt, um rechtsextreme Strukturen zu unterwandern. Durch den Erwerb der Marke eines bekannten Neonazi-Shops verhindern sie nun, dass diese für Propagandazwecke genutzt wird. Stattdessen verkaufen sie selbst Produkte mit antifaschistischen Motiven und nutzen den Erlös, um juristische Prozesse gegen rechtsextreme Netzwerke zu finanzieren.
Der ursprüngliche Shop, einer der bekanntesten rechtsextremen Anbieter in Deutschland, ist seit der Aktion de facto lahmgelegt. Auf seiner Website ist nun nur noch ein weißes Bild zu sehen – ein symbolischer Akt des Widerstands, den der Hamburger Verein gezielt provoziert hat. Die Aktion sorgt bundesweit für Aufsehen und wird als innovatives Beispiel zivilgesellschaftlichen Engagements gelobt.
Der Verein arbeitet bereits seit Jahren in Hamburg gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und hat sich auf kreative Gegenstrategien spezialisiert. Mit dieser Aktion unterstreicht er, dass rechtsextreme Netzwerke auch wirtschaftlich angegriffen werden können. Die Hamburger Senatsverwaltung begrüßte die Initiative und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung in der Stadt.
Quellen: Welt Online