Ein Hackerangriff hat am Mittwoch das Computernetz von zwei Berliner Senatsverwaltungen beeinträchtigt. Betroffen sind laut vorläufigen Angaben mehrere IT-Systeme, die für den täglichen Verwaltungsbetrieb genutzt werden. Ob im Zuge des Angriffs sensible Daten abgegriffen wurden, ist bislang unklar. Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, konnten aber bisher keine konkreten Täter identifizieren.
Kritik kommt vor allem aus der Technik- und Medienwelt. Kilian Hocke, Tech-Reporter bei „Politico“, sprach von einer „sehr spärlichen“ Krisenkommunikation seitens der Verwaltung. Er betonte, dass das dezentrale Management der IT-Systeme in Berlin ein strukturelles Problem darstelle: „Jede Verwaltung versucht für sich, IT-Probleme zu lösen. Das macht keinen Sinn.“
Der Vorfall unterstreicht erneut die angespannte Lage in der Berliner Verwaltungstechnik. Bereits in der Vergangenheit kam es zu längeren Ausfällen bei Online-Diensten und internen Kommunikationssystemen. Fachleute fordern daher eine zentralisierte IT-Strategie und eine stärkere Investition in Cybersicherheit, um künftige Angriffe abwehren zu können.
Quellen: Welt Online