Bischof von Speyer legt überraschend Amt nieder

Der Bischof des Bistums Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, hat überraschend sein Amt niedergelegt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, sei der Rücktritt auf gesundheitliche Gründe zurückzuführen. Wiesemann, der seit 2007 das Bistum in der südlichen Pfalz leitete, galt als konservativer Vertreter innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland.

Das Bistum Speyer erstreckt sich über weite Teile des rheinland-pfälzischen Regierungsbezirks Südliche Weinstraße und umfasst auch Teile der Oberpfalz in Bayern. Mit dem Rücktritt steht die Diözese vor einer entscheidenden Phase: Der Domkapitel muss nun einen neuen Bischof vorschlagen, dessen Wahl letztlich vom Papst bestätigt wird.

Die katholische Kirche in Rheinland-Pfalz verzeichnete in den vergangenen Jahren einen Rückgang an Kirchenmitgliedern und Gottesdienstbesuchern. Die Nachfolge Wiesemanns könnte daher auch politisch bedeutsam werden, insbesondere im Hinblick auf kirchliche Bildungseinrichtungen, soziale Einrichtungen und die Rolle der Kirche in der gesellschaftlichen Debatte.

Erste Reaktionen aus der Landespolitik blieben am Montagvormittag zurückhaltend. Man warte die offiziellen Stellungnahmen aus Rom und dem Bistum ab, hieß es aus Kreisen des Mainzer Ministerpräsidenten. Bischof Wiesemann dankte in einer kurzen Mitteilung für die Unterstützung während seiner Amtszeit und bat um Gebete für seine Gesundheit.

Quellen: FAZ Online