Ein historisches Jubiläum markiert die Beziehungen zwischen Hessen und den USA: Vor genau 50 Jahren wurde die erste vertraglich festgelegte Partnerschaft zwischen einem deutschen Bundesland und einem US-Bundesstaat geschlossen. Hessen und Wisconsin verbindet seit 1976 eine enge Freundschaft, die ursprünglich auf wirtschaftlichen und industriellen Interessen beruhte, sich aber im Laufe der Jahrzehnte zu einer tiefgreifenden kulturellen und persönlichen Partnerschaft entwickelt hat.
Auslöser war die starke Präsenz hessischer Unternehmen in Wisconsin, insbesondere im Maschinenbau und der Automobilzulieferindustrie. Doch bald kamen Austauschprogramme für Schüler, Studierende und Fachkräfte hinzu. Heute gibt es zahlreiche Städtepartnerschaften, gemeinsame Forschungsprojekte und regelmäßige kulturelle Veranstaltungen – von Musikfestivals bis zu Unternehmertreffen.
Im Jubiläumsjahr 2026 werden zahlreiche Veranstaltungen in beiden Regionen geplant, um die Verbundenheit zu feiern. Neben politischen Gipfeln und Wirtschaftsforen stehen auch Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern im Fokus. Die hessische Landesregierung betont, dass die Partnerschaft ein lebendiges Beispiel für transatlantische Zusammenarbeit sei – gerade in Zeiten, in denen solche Verbindungen besonders wichtig seien.
„Es geht nicht nur um Bier und Bratwurst, sondern um echte Freundschaften“, so ein Vertreter des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Tatsächlich haben sich über die Jahre tausende persönliche Kontakte entwickelt – sogenannte „Buddies“, die über den Atlantik hinweg miteinander verbunden sind.
Quellen: FAZ Online