Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, hat im Nachhinein Kritik an der Organisation der Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal „Timmy“ geübt. In einer Sondersitzung des Agrarausschusses zeigte sich Backhaus selbstkritisch und räumte ein, dass er unter heutigem Abstand anders entschieden hätte. Der Wal war im Sommer 2026 an der Ostseeküste des Bundeslandes gestrandet und hatte bundesweite Aufmerksamkeit erregt.
Die Rettung war letztlich erfolgreich, doch die Zusammenarbeit mit der privaten Initiative, die den Transport des Tieres unterstützte, verlief nach Angaben aus Ministerkreisen äußerst holprig. Backhaus hatte damals grünes Licht für eine unkonventionelle Transportmethode gegeben, die aufgrund der Größe des Wals mit erheblichen logistischen Herausforderungen verbunden war. „Die Entscheidung erfolgte unter Druck und mit begrenzten Optionen“, so der Minister.
Trotz der Kritik betonte Backhaus, dass die Aktion letztlich ein Erfolg gewesen sei: „Timmy“ überlebte die Bergung und wurde nach einer intensiven Pflegephase wieder in freie Gewässer entlassen. Die Debatte zeigt jedoch, dass zukünftige Notfälle besser koordiniert und mit klareren Zuständigkeiten ablaufen müssten, um effizienter und verlässlicher zu agieren.
Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel