CDU-Spitzenkandidat nutzt Tinder für Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern

In einer ungewöhnlichen Strategie für den anstehenden Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern setzt CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters auf digitale Nähe – und zwar auf der beliebten Dating-Plattform Tinder. Wenige Wochen vor der Wahl, in der die CDU laut Umfragen historisch schlecht dasteht, versucht Peters, jüngere Wählergruppen über den sozialen Touchpoint der App direkt anzusprechen.

Sein Profil wirbt nicht mit romantischen Absichten, sondern mit politischen Inhalten: Statt Fotos von Urlaubsreisen oder Hobbys zeigt Peters Bilder aus Sitzungen, Wahlkampfveranstaltungen und Statements zu aktuellen Themen. „Ich bin nicht hier, um zu flirten, sondern um zu diskutieren“, heißt es in seinem Bio. Nutzerinnen und Nutzer können über Direktnachrichten mit ihm in Kontakt treten – angeblich antwortet der Kandidat persönlich.

Die Aktion sorgt für Diskussionen: Während einige sie als innovativ und nahbar loben, kritisieren andere, dass die Trennung von Privatsphäre und Politik verwischt werde. „Tinder ist kein politisches Forum“, so ein Kritiker aus der SPD-Fraktion. Doch Peters bleibt überzeugt: „Wenn die Menschen dort sind, müssen wir als Partei auch dort präsent sein.“

Quellen: ntv – Nachrichten