Ruanda erweitert Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten auf Gemeindeebene

Ruanda hat in den letzten 30 Jahren außergewöhnliche Fortschritte bei der Eindämmung von Infektionskrankheiten wie Malaria, HIV und Kindersterblichkeit erzielt. Doch nun verändert sich das Gesundheitsbild des Landes: Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen machen mittlerweile einen wachsenden Anteil der Todesfälle aus.

Experten warnen, dass das Gesundheitssystem den Fokus erweitern müsse. Bisher konzentrierten sich Maßnahmen oft auf Behandlungen in Kliniken, doch Prävention und Früherkennung müssten verstärkt in den Gemeinden ansetzen. Dazu gehören Aufklärungskampagnen, regelmäßige Gesundheitschecks und die Förderung gesunder Lebensweisen – etwa durch Ernährungsumstellung und mehr Bewegung.

Die Regierung und ihre Partner arbeiten an Strategien, um NCDs systematisch entgegenzuwirken. Dazu zählt auch die Integration von NCD-Programmen in das bestehende Netzwerk von Gemeindegesundheitsarbeitern, das bereits erfolgreich bei Impfungen und Mutter-Kind-Vorsorge eingesetzt wird. Nur so, so die Überzeugung, lässt sich die neue Gesundheitsbedrohung nachhaltig bekämpfen.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa