Ehemalige liberianische Vizepräsidentin in Drogenaffäre angeklagt

Jewel Howard-Taylor, ehemalige Vizepräsidentin von Liberia und geschiedene Ehefrau des Ex-Präsidenten Charles Taylor, ist in eine internationale Drogenaffäre verwickelt. Wie die BBC berichtet, wird ihr vorgeworfen, illegale Drogentransporte organisiert und Geldwäsche begangen zu haben. Die Anklage stützt sich auf Ermittlungen mehrerer westlicher Geheimdienste und internationaler Justizbehörden, an denen auch die US-Behörden beteiligt sind.

Howard-Taylor, die auch als Senatorin diente und lange Zeit eine einflussreiche Figur in der liberianischen Politik war, soll laut Anklage Mittlerfunktionen zwischen Drogenhändlern und internationalen Transportwegen übernommen haben. Die Vorwürfe beziehen sich auf Schmuggelrouten, die afrikanische Häfen mit Lateinamerika und Europa verbinden. Sollte sie schuldig gesprochen werden, drohen ihr hohe Geldstrafen und langjährige Haftstrafen.

Politische Erschütterungen erwartet

Der Fall löst in Liberia große Empörung aus und könnte das Vertrauen in die politische Führung weiter erschüttern. Howard-Taylor war nicht nur Vizepräsidentin, sondern auch Gründerin der National Union for Democratic Progress (NUDP). Ihre Anhänger bestreiten die Vorwürfe und sprechen von einer politisch motivierten Kampagne. Unabhängig davon markiert die Anklage einen seltenen Fall, bei dem eine hochrangige afrikanische Politikerin direkt in internationale Drogenkriminalität verwickelt sein soll.

Quellen: BBC News – World