Namibischer Gouverneur kritisiert Wasserprojekt in Kavango

Der Gouverneur der Kavango-Region in Namibia hat öffentlich Zweifel am Nutzen des Kavango Water Link-Projekts für die lokale Bevölkerung angemeldet. Das Projekt, das darauf abzielt, Wasserressourcen zwischen verschiedenen Gebieten der Region umzuverteilen, steht zunehmend unter Kritik. Der Gouverneur hinterfragt, ob die Investition tatsächlich den Bedürfnissen der Gemeinden entspricht oder primär politischen und wirtschaftlichen Interessen dient.

Die Initiative wurde ursprünglich als Lösung für chronische Wasserknappheit in ländlichen Teilen der Region beworben. Doch nun wächst die Sorge, dass die finanziellen und ökologischen Kosten höher ausfallen könnten als erwartet. Besonders in abgelegenen Dörfern wird befürchtet, dass die Infrastrukturmaßnahmen mehr Schaden als Nutzen bringen – etwa durch Eingriffe in empfindliche Ökosysteme oder die Umsiedlung von Haushalten.

Der Gouverneur fordert nun eine transparente Bewertung der sozialen und ökologischen Auswirkungen, bevor weitere Baumaßnahmen fortgesetzt werden. Er betont, dass lokale Stimmen stärker einbezogen werden müssten, um sicherzustellen, dass Entwicklungsprojekte tatsächlich gemeinwohlorientiert seien. Die Debatte wirft erneut ein Schlaglicht auf die Herausforderungen bei der Planung großer Infrastrukturvorhaben in sensiblen Regionen Namibias.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa