Bergunfall in den Berchtesgadener Alpen: 76-Jähriger stürzt tödlich ab

Ein tödlicher Bergunfall hat sich am frühen Morgen im Nationalpark Berchtesgaden ereignet. Ein 76-jähriger Mann aus Oberbayern stürzte auf dem anspruchsvollen Rinnkendlsteig in die Tiefe und erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die Bergwacht wurde gegen 7:30 Uhr alarmiert, nachdem ein anderer Wanderer den leblosen Körper in einem steilen Geländeabschnitt entdeckt hatte.

Der Rinnkendlsteig, ein alpiner Klettersteig nahe dem Klausbachtal, ist bei erfahrenen Bergsteigern beliebt, gilt aber aufgrund seiner exponierten Passagen und metallener Tritte als anspruchsvoll. Laut Bergwacht hatte der Mann zwar geeignete Ausrüstung dabei, möglicherweise jedoch die schwierigen Bedingungen unterschätzt. „Es hat in der Nacht geregnet, die Felsen waren glatt. Ein Ausrutscher reicht hier, und man stürzt mehrere Meter ab“, erklärte ein Sprecher der Bergwacht Berchtesgaden.

Die Rettungskräfte konnten den Mann nicht mehr lebend bergen. Mit einem Hubschrauber wurde die Leiche aus dem schwer zugänglichen Gelände geborgen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Angehörige wurden informiert.

Die Behörden warnen immer wieder vor der Unterschätzung von Klettersteigen, besonders für ältere Wanderer. „Solche Routen erfordern Kondition, Schwindelfreiheit und Erfahrung. Nicht jeder markierte Weg ist für jedermann geeignet“, betont die Deutsche Alpenverein (DAV)-Sektion Berchtesgaden. Auch in diesem Jahr wurden bereits mehrere Unfälle an diesem und ähnlichen Steigen gemeldet.

Quellen: Der Tagesspiegel