Plagiatsvorwürfe: Berlins Justizsenatorin Badenberg lässt Doktorarbeit prüfen

Die Berliner Justizsenatorin Felor Badenberg sieht sich mit schwerwiegenden Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Der Gutachter Stefan Weber hat in einer ausführlichen Analyse 83 Stellen in ihrer Doktorarbeit identifiziert, an denen laut seiner Einschätzung wörtliche Übernahmen ohne korrekte Quellenangabe vorliegen. Die Vorwürfe ähneln dem Fall des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, dessen Doktortitel 2011 nach Plagiatsenthüllungen aberkannt wurde.

Als Reaktion auf die Anschuldigungen hat Badenberg die Universität zu Köln, bei der sie promoviert hatte, um eine offizielle Prüfung ihrer Dissertation gebeten. Die Senatorin betonte, dass sie die Vorwürfe ernst nehme und Transparenz wolle. „Ich habe Vertrauen in die wissenschaftliche Integrität des Prüfverfahrens und werde mich vollumfänglich daran beteiligen“, erklärte sie in einer Stellungnahme.

Die Affäre sorgt in Berliner Regierungskreisen für Unruhe. Badenberg, Mitglied der CDU, ist seit 2023 im Amt und gilt als wichtige Vertreterin der Landesregierung. Die Opposition fordert nun Klarheit und fordert eine zeitnahe Entscheidung durch die Universität. Sollte sich der Verdacht erhärten, könnte dies nicht nur ihre Glaubwürdigkeit, sondern auch ihre politische Zukunft gefährden.

Quellen: Welt Online, T-Online Nachrichten