Schandfleck von Tegel: Berliner Brandruinen endlich abgerissen

Die verfallenen Gebäude am ehemaligen Flughafen Tegel, lange ein sichtbares Aushängeschild für bürokratischen Stillstand, werden endlich abgerissen. Nach einem Großbrand, bei dem 60 Feuerwehrkräfte nötig waren, um die Flammen zu löschen, hat die Stadt den Abriss der maroden Strukturen beschleunigt. Die Ruinen, kilometerweit sichtbar, galten als Schandfleck in der nordwestlichen Berliner Landschaft.

Seit Jahren war geplant, die Flächen im Rahmen des Projekts „Urban Tech Republic“ für Forschung, Technologie und Wohnen zu nutzen. Doch rechtliche Streitigkeiten und Eigentumsfragen verzögerten den Abriss. Der jüngste Brand, der Teile der alten Terminalgebäude erfasste, machte die Beseitigung nun zur dringenden Sicherheitsmaßnahme. In den kommenden Wochen sollen Bagger anrücken, um die Reste systematisch zu demontieren.

Die Entscheidung wird im Bezirk Reinickendorf begrüßt. Anwohner hatten sich seit Jahren über Sicherheitsrisiken, illegale Müllentsorgung und Vandalismus beschwert. Mit dem Abriss startet ein neues Kapitel für das Areal – das nach der Schließung von Tegel 2020 lange als verlorenes Versprechen der Stadtplanung galt. Die Hoffnung ist groß, dass die Sanierung nun endgültig Fahrt aufnimmt.

Quellen: Der Tagesspiegel