Ein schweres Unwetter hat in der Nacht zum Donnerstag Teile Brandenburgs heimgesucht. In Fürstenwalde bestätigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eindeutig die Entstehung eines Tornados der Intensitätsstufe IF1. Der Wirbelsturm richtete erhebliche Schäden an Gebäuden, Bäumen und Fahrzeugen an.
Wie Augenzeugen berichteten, riss der Tornado zahlreiche Bäume aus dem Boden, einige stürzten auf parkende Autos. Besonders dramatisch: Ein mehrere Meter langer Baumstamm wurde durch die Luft geschleudert und bohrte sich durch die Decke einer Küche in einem Wohnhaus. Verletzt wurde dabei niemand, da sich die Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatten. Dennoch sorgte das Ereignis für Schock und Fassungslosigkeit unter den Anwohnern.
Mehrere Dächer wurden abgedeckt, Fenster zerbarsten, und Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Die Feuerwehr und Helfer der Stadtwerke waren im Dauereinsatz, um die Schäden zu bewerten und die Infrastruktur wiederherzustellen. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest, wird aber in die Hunderttausende Euro geschätzt.
Der Deutsche Wetterdienst betonte, dass solche Ereignisse zwar selten, aber nicht unmöglich seien. Die Intensität IF1 entspreche Windgeschwindigkeiten von 118 bis 180 km/h. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich bei Unwetterwarnungen stets in Sicherheit zu bringen und nicht in die Nähe von Bäumen oder lose liegenden Gegenständen zu gehen.
Quellen: MDR – Nachrichten, ARD Tagesschau – Inland, FAZ Online, Der Tagesspiegel