In einem schweren Sicherheitsvorfall im Südsudan sind am 20. August 2026 sechs ugandische Lkw-Fahrer in Bor, der Hauptstadt des Bundesstaates Jonglei, von bewaffneten Männern entführt worden. Wie lokale Medien aus Uganda berichten, griffen die Angreifer einen Konvoi von Frachttransporten an, beschlagnahmten die Fahrzeuge und verschleppten die Fahrer unter ungeklärten Umständen.
Der Überfall ereignete sich in einem Gebiet, das seit Jahren von ethnischen Konflikten, Ressourcenkämpfen und krimineller Bandenaktivität geprägt ist. Die genauen Hintergründe der Entführung sowie die Identität der Täter sind bislang unbekannt. Weder die ugandische Regierung noch die südsudanesischen Sicherheitskräfte haben bisher offizielle Stellungnahmen abgegeben. Es wird jedoch befürchtet, dass die Fahrer als Geiseln gehalten werden könnten, um Lösegeld zu erpressen oder politische Forderungen zu stellen.
Die Entführung unterstreicht erneut die prekäre Sicherheitslage entlang der Handelsrouten zwischen Uganda und dem Südsudan. Trotz Bemühungen um Stabilisierung bleibt die Region Jonglei ein Brennpunkt, in dem staatliche Kontrolle oft nur eingeschränkt besteht. Humanitäre Organisationen und Transportunternehmen warnen seit Langem vor den Risiken für zivile Reisende und Händler, die durch das Gebiet reisen. Die Internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, die Sicherheitskooperation zwischen den Nachbarländern zu verstärken, um solche Übergriffe künftig zu verhindern.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business