Somalia: Hunderte Gesundheits- und Ernährungseinrichtungen für Kinder geschlossen

In Somalia hat sich die humanitäre Lage für Kinder weiter verschlechtert: Wie UNICEF-Sprecher James Elder heute in einer Pressemitteilung erklärte, sind bereits Hunderte von Gesundheits- und Ernährungseinrichtungen im Land geschlossen worden. Die Gründe hierfür liegen in finanziellen Engpässen, unzureichender Unterstützung und anhaltenden Konflikten, die den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen stark beeinträchtigen.

Die geschlossenen Einrichtungen spielten eine zentrale Rolle bei der Behandlung mangelernährter Kinder, der Bereitstellung von Impfungen und der medizinischen Grundversorgung. Laut UNICEF sind besonders ländliche und von Dürre betroffene Regionen von den Schließungen betroffen, wo bereits jetzt Millionen Kinder unter akuter Unterernährung leiden. Die Organisation warnt, dass die Schließungen zu einem Anstieg von Todesfällen unter Kindern führen könnten, insbesondere in den kommenden Monaten.

James Elder, UNICEF-Sprecher, betonte während der Pressekonferenz im Palais des Nations in Genf die Dringlichkeit internationaler Unterstützung: „Wir verlieren gerade eine Generation von Kindern in Somalia. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden die Folgen für Jahrzehnte spürbar sein.“ Die UNICEF ruft zu sofortigen finanziellen Mitteln auf, um die verbliebenen Einrichtungen zu erhalten und die medizinische Versorgung wiederherzustellen.

Die Lage in Somalia bleibt durch anhaltende Dürre, politische Instabilität und eingeschränkten Zugang für Hilfsorganisationen geprägt. Internationale Geber und humanitäre Akteure sind aufgefordert, die Unterstützung auszuweiten, um eine weitere Verschärfung der Krise zu verhindern.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa