Der Dschibuti Football Federation (DFF) werden schwerwiegende Vorwürfe im Zusammenhang mit der Verwendung internationaler Fördermittel gemacht. Laut einem Bericht von Al Jazeera vom 21. August 2026 erhält der Verband jährlich über eine Million US-Dollar von der FIFA und der Confederation of African Football (CAF), um den Fußball in dem ostafrikanischen Land zu fördern. Nun mehren sich die Anschuldigungen, dass diese Mittel nicht zweckgemäß eingesetzt wurden.
Die Vorwürfe richten sich gegen die Führung des DFF, der vorgeworfen wird, öffentliche Gelder für persönliche oder administrative Zwecke zu nutzen, anstatt sie in die Entwicklung des Breiten- und Leistungssports zu investieren. Spezifische Projekte wie der Ausbau von Sportstätten, die Ausbildung von Trainern oder die Unterstützung von Jugendmannschaften sollen vernachlässigt worden sein, während gleichzeitig Unregelmäßigkeiten in den Finanzberichten auffällig geworden seien.
Die FIFA und CAF haben bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben, doch Beobachter erwarten, dass eine formelle Untersuchung eingeleitet wird. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte dies zu Sanktionen oder dem Entzug von Fördermitteln führen – ein schwerer Schlag für den ohnehin unterfinanzierten Fußball in Dschibuti.
Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Transparenz von Sportverbänden in kleineren Ländern, die auf internationale Unterstützung angewiesen sind. Gleichzeitig fordern lokale Aktivisten und Sportfunktionäre mehr Kontrolle und Rechenschaftspflicht im Umgang mit öffentlichen und internationalen Mitteln.
Quellen: Al Jazeera English