Pokal-Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern eskaliert: 85 Verletzte nach Fan-Ausschreitungen

Beim DFB-Pokalduell zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern ist es am späten Abend zu schweren Fan-Ausschreitungen gekommen. Insgesamt 85 Menschen wurden bei den tumultartigen Szenen nach dem Abpfiff verletzt, wie die Polizei mitteilte. Unter den Verletzten befinden sich auch mehrere Beamte, die bei dem Einsatz zur Kontrolle der Lage verletzt wurden.

Rund 1400 Polizisten waren im Einsatz, um das Spiel in Kaiserslautern zu sichern. Trotz der hohen Präsenz konnte die Eskalation nicht verhindert werden. Nachdem die Mannschaften das Spielfeld verlassen hatten, stürmten zunächst Gruppen von Fans aus dem Block, warfen Flaschen und Leuchtkörper auf die Polizei und setzten Absperrungen in Brand. Es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen rivalisierenden Fangruppen sowie zu Konfrontationen mit der Ordnungsmacht.

Die Polizei reagierte mit massiven Räummaßnahmen und setzte Wasserwerfer sowie Pfefferspray ein. Mehrere Personen wurden noch vor Ort vorläufig festgenommen. Gegen eine größere Zahl von mutmaßlichen Randalierern werden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft prüft die Vorwürfe wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

Der 1. FC Kaiserslautern distanzierte sich in einer Stellungnahme von den Vorfällen und sprach von „untragbaren Zuständen“. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kündigte an, das Verhalten der beteiligten Fangruppen zu untersuchen. Die Sicherheitskonzepte für künftige Heimspiele in der Pfalz werden nun überprüft.

Quellen: Spiegel Online, ZDF Heute – Nachrichten