Handyverbot in sächsischen Schulen: Dresden ringt um Durchsetzung

Seit einer Woche gilt das landesweite Handyverbot an Sachsens Schulen. Schülerinnen und Schüler bis zur achten Klasse müssen ihre Mobiltelefone während des gesamten Schultags ausgeschaltet und weggepackt lassen. In Dresden zeigt sich jedoch, dass die Umsetzung von Schule zu Schule variiert.

An einigen Gymnasien und Oberschulen werden Handys bereits beim Betreten des Schulgebäudes eingesammelt oder müssen in speziellen Beuteln verstaut werden. An anderen Schulen vertrauen die Lehrkräfte auf die Selbstverantwortung der Schüler. „Wir wollen keine Überwachungszone schaffen, aber klare Regeln durchsetzen“, sagt eine Konrektorin eines Dresdner Gymnasiums. „Deshalb arbeiten wir mit Vertrauenssystemen und Konsequenzen bei Missbrauch.“

Die sächsische Kultusministerin betonte, dass das Verbot dazu dienen solle, Ablenkungen zu reduzieren und die Konzentration im Unterricht zu stärken. Kritik kommt jedoch von Elternverbänden, die Bedenken äußern, dass Kinder im Notfall nicht erreichbar seien. Die Schulleitungen in Dresden arbeiten daher an Notfallplänen, bei denen Aufsichtspersonen oder Sekretariate als Ansprechpartner fungieren.

Erste Erfahrungen deuten darauf hin, dass die Akzeptanz unter den jüngeren Schülern höher ist als befürchtet. Ältere Schüler hingegen fordern mehr Flexibilität, etwa für digitale Lernwerkzeuge. Die Landesregierung kündigte an, die Umsetzung des Verbots nach den Herbstferien zu evaluieren.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 22.08.2026 04:00)