Klimaforschung in Leipzig: Kühle Luft für Kühe und weniger Methan

Wissenschaftler der Leibniz-Institut für Nutztierbiologie in Leipzig forschen an Klimaanlagen für Kuhställe, um den steigenden Temperaturen im Sommer zu begegnen. Schon ab 20 Grad Celsius zeigen Milchkühe Anzeichen von Hitzestress – reduzierte Milchleistung, vermehrtes Hecheln und verändertes Verhalten sind die Folgen.

„Die Tiere sind extrem empfindlich gegenüber Hitze“, erklärt ein Projektleiter des Forschungsteams. „Ein kühler Stall verbessert nicht nur ihr Wohlbefinden, sondern kann auch die Methanproduktion senken, da gestresste Kühe mehr Gas bilden.“ Die Forscher testen verschiedene Belüftungssysteme, gekühlte Liegeflächen und spezielle Wasservernebelung, um optimale Bedingungen zu schaffen.

Das Projekt wird im Rahmen der sächsischen Klimaschutzinitiative gefördert. Ziel ist es, eine energieeffiziente, wirtschaftlich tragfähige Lösung zu entwickeln, die sich auch für kleinere Betriebe eignet. „Wir wollen keine Eisschalen für Kühe bauen, sondern gezielte Maßnahmen, die sich rechnen“, so der Forscher.

Die Ergebnisse könnten zukünftig in landesweite Empfehlungen für die Landwirtschaft einfließen. Angesichts zunehmender Extremwetterlagen gilt der Ansatz als wichtiger Baustein für tiergerechte und klimafreundliche Tierhaltung in Sachsen.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 22.08.2026 03:00)