Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Samstagnachmittag das schwer betroffene Waldgebiet in der Eifel besucht, das in den vergangenen Tagen von verheerenden Bränden heimgesucht wurde. Der Besuch in Hürtgenwald markierte Merz‘ erste öffentliche Auftritt nach seinem dreiwöchigen Sommerurlaub. An seiner Seite befanden sich lokale Einsatzleiter und Vertreter der Feuerwehr, die tagelang im Dauereinsatz waren, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Merz lobte die Arbeit der Rettungskräfte und betonte, dass die Brände eine direkte Folge des Klimawandels seien. „Das ist Klimawandel“, sagte er vor Journalisten. „Diese Dürreperioden, diese Hitzerekorde – sie sind keine Naturkatastrophe, sondern eine bedauerliche Tatsache, die wir alle anerkennen müssen.“ Er richtete seine Worte auch an sogenannte „Leugner des Klimawandels“ und forderte: „Schauen Sie sich das genau an, was hier passiert ist.“
Während seiner Ansprache wurde Merz jedoch von einer Gruppe Demonstranten mit Pfiffen und Buhrufen empfangen. Die Protestierenden warfen dem Kanzler vor, zu lange untätig geblieben zu sein, und kritisierten seine Abwesenheit während der ersten Brandtage. Die Szene unterstrich die wachsende gesellschaftliche Spannung zwischen politischer Reaktion und klimabewegtem Protest.
Quellen: ZEIT Online – Deutschland, ZDF Heute – Nachrichten, Spiegel Online – Deutschland, Süddeutsche Zeitung