Bahngewerkschaft EVG droht mit bundesweiten Streiks – NRW im Fokus des Konflikts

Die Gewerkschaft EVG hat im Zusammenhang mit dem Todesfall des DB-Mitarbeiters Serkan Çalar erneut massive Konsequenzen angekündigt, falls die politischen Reaktionen weiter ausbleiben. Nach dem tödlichen Angriff auf den Zugbegleiter im vergangenen Jahr fordert die Gewerkschaft seit Monaten eine Verschärfung der Strafen bei Gewalt gegen Bahnpersonal. Sollte bis Januar keine wirksame Gesetzesänderung erfolgen, droht die EVG mit bundesweiten Streiks im Regionalverkehr – mit gravierenden Auswirkungen gerade für Nordrhein-Westfalen.

NRW, das dichteste Schienennetz in Deutschland, ist besonders anfällig für solche Aktionen. Der Gesamtbetriebsrat bei DB Regio hat sich der Drohung angeschlossen und warnt vor einem möglichen „Zug-Stillstand“. Tausende Pendler, Schüler und Berufstätige wären betroffen, insbesondere in Ballungsräumen wie dem Rhein-Ruhr-Gebiet, wo der ÖPNV stark auf die Schiene angewiesen ist. Die Gewerkschaft betont: „Politiker haben Serkan vergessen. Wir nicht.“

Die Forderungen zielen auf eine strafrechtliche Verschärfung bei Angriffen auf Sicherheits- und Zugpersonal ab, vergleichbar mit den Regelungen bei Angriffen auf Polizeibedienstete. Bisher bleibt die politische Reaktion jedoch ausbaufähig. Sollte sich dies nicht ändern, könnte der Januar für Reisende in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland zu einem Monat der massiven Einschränkungen werden. Die EVG hält ihre Mitglieder in Bereitschaft und kündigt weitere Mobilisierungen an.

Quellen: Welt Online