Die Pilzsaison in Rheinland-Pfalz steht vor dem Aus. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen wachsen Pilze nur sehr eingeschränkt oder gar nicht. Waldexperten und Pilzberater melden aus allen Regionen des Bundeslandes massive Einbrüche bei der Fruchtkörperbildung. „Ohne ausreichenden und andauernden Regen wird es in diesem Jahr kaum eine nennenswerte Pilzernte geben“, erklärt ein Sprecher des Forstamts Rheinhessen.
Pilze benötigen feuchte, aber nicht zu kalte Bedingungen, um zu gedeihen. Die derzeitigen Wetterverhältnisse – mit langen Sonnenperioden und kaum Niederschlag – verhindern genau diese Voraussetzungen. Besonders betroffen sind traditionelle Sammelgebiete im Hunsrück, der Eifel und im Pfälzerwald. Auch die Böden sind tief ausgetrocknet, was die Myzelien der Pilze schwächt.
Die Folgen betreffen nicht nur Freizeitsammler, sondern auch Gastronomie und lokale Märkte, die saisonal auf frische Wildpilze setzen. Einige Restaurants haben bereits angekündigt, pilzbasierte Gerichte vorübergehend vom Menü zu streichen. Die Landesregierung ruft zur Vorsicht bei der Pilzsuche auf: „Wer dennoch sucht, sollte sich an die Sammelregeln halten und keine unbekannten Arten mitnehmen“, so ein Hinweis des Umweltministeriums.
Experten hoffen nun auf eine Wetterwende im September. Nur dann bestehe noch eine Chance auf eine späte, wenn auch schwache Pilzphase. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob die Natur in Rheinland-Pfalz genug Kraft für eine Erholung hat.
Quellen: FAZ Online