Das Bundesland Bremen hat eine umfassende Plakatkampagne gestartet, um die Bevölkerung vor der wachsenden Bedrohung durch ausländische Spionage zu warnen. Zielgruppe sind sogenannte „Wegwerfagenten“ – private Personen, die von ausländischen Geheimdiensten gezielt angeworben werden, um für kurze Zeit vertrauliche Informationen zu beschaffen. Diese Methode wird nach Angaben des Landes immer häufiger eingesetzt, da sie schwer nachzuverfolgen ist und oft über digitale Kanäle abläuft.
Die Kampagne setzt auf auffällige Plakate an zentralen Orten in Bremen und Bremerhaven, die mit klaren Warnhinweisen und Hinweisen zur Meldung verdächtiger Aktivitäten versehen sind. Hintergrund ist eine bundesweite Zunahme von Versuchen, deutsche Bürger:innen für Spionage zu instrumentalisieren – etwa durch Fake-Jobs, gefälschte Kontakte oder finanzielle Anreize. Bremen reagiert damit als eines der ersten Bundesländer mit einer eigenständigen Präventionsmaßnahme.
„Es geht darum, Wachsamkeit zu schaffen, ohne Angst zu schüren“, betonte ein Sprecher der Bremer Sicherheitsbehörden. Die Kampagne solle insbesondere junge Menschen und Berufstätige erreichen, die über soziale Netzwerke oder berufliche Plattformen kontaktiert werden könnten. Die Plakate verweisen auf einen Meldekanal des Bundesamts für Verfassungsschutz sowie auf lokale Ansprechpartner in der Hansestadt.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten