In Burundi breiten sich verheerende Buschbrände im Ruvubu-Nationalpark weiter aus und haben bislang mehr als 10.000 Hektar wertvoller Naturlandschaft vernichtet. Der Nationalpark, der zu den ältesten und artenreichsten Schutzgebieten des Landes gehört, droht durch die anhaltenden Feuer massive ökologische Schäden davonzutragen.
Die Parkranger sind laut Berichten vor Ort stark unterbesetzt und verfügen nur über minimale Ausrüstung, um die Brände effektiv einzudämmen. Trotz ihrer Bemühungen können sie die rasche Ausbreitung der Flammen nicht stoppen, besonders in trockenen Vegetationszonen, wo das Feuer sich schnell von Hügel zu Hügel fortpflanzt.
Ruvubu-Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von rund 50.000 Hektar und ist Lebensraum für seltene Tierarten wie Leoparden, Elefanten und verschiedene Antilopenarten. Die Zerstörung großer Wald- und Savannengebiete gefährdet nicht nur die Artenvielfalt, sondern könnte auch langfristige Auswirkungen auf das lokale Klima und die Wasserversorgung haben.
Bislang hat die Regierung von Burundi noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben oder Hilfsmaßnahmen angekündigt. Umweltschutzorganisationen warnen jedoch davor, dass ohne internationale Unterstützung und rasches Eingreifen weitere Gebiete verloren gehen könnten. Experten fordern dringend den Einsatz von Löschflugzeugen, verbesserte Frühwarnsysteme und verstärkte Präventionsmaßnahmen gegen Brandrodung.
Quellen: Africanews EN