Bei von der Schweiz vermittelten Gesprächen haben die Führung der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und die ruandabackte Rebellengruppe Allied Forces of the Congo / M23 (AFC/M23) einen gemeinsamen Fahrplan für zukünftige Friedensverhandlungen beschlossen. In einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung wurde betont, dass beide Parteien die Bedeutung eines strukturierten Dialogs zur Beilegung des langwierigen Konflikts im Osten der DR Kongo anerkennen.
Eine zentrale Vereinbarung betrifft die Dokumentation von mutmaßlichen Verstößen gegen den Waffenstillstand. Die Parteien stimmten einer standardisierten Methode zur Meldung und Überprüfung solcher Vorfälle zu, um Transparenz zu erhöhen und Missverständnisse zu verringern. Diese Maßnahme könnte dazu beitragen, das Vertrauen zwischen den Konfliktparteien zu stärken, das durch wiederholte Anschuldigungen seit Jahren schwer beschädigt ist.
Der Konflikt im Osten der DR Kongo dauert bereits über zwei Jahrzehnte an und wird durch ethnische Spannungen, Zugangskonflikte zu Bodenschätzen und regionale geopolitische Rivalitäten verschärft. Die M23-Rebellen werden von der kongolesischen Regierung sowie internationalen Beobachtern regelmäßig mit Unterstützung aus Ruanda in Verbindung gebracht, was Kigali jedoch dementiert. Die jüngste Annäherung gibt Hoffnung auf eine Deeskalation – bleibt aber abhängig von der konkreten Umsetzung der vereinbarten Schritte.
Quellen: France 24 – Africa