Die Berliner Polizei steht vor einem schwerwiegenden Sicherheitsproblem: Tausende neu beschaffte Schutzwesten erfüllen offenbar nicht mehr die erforderlichen Schutzstandards. Wie Innensenatorin Iris Spranger am Montag bekanntgab, besteht bei den von Rheinmetall gelieferten Westen ein erheblicher Qualitätsmangel, der die Einsatzfähigkeit der Beamten gefährden könnte.
Erste Tests hätten ergeben, dass die Schutzwesten bei Schussbelastung versagen und somit keine ausreichende Sicherheit mehr bieten. Die betroffenen Westen wurden in den vergangenen Monaten an Einsatzkräfte verteilt. Spranger kündigte an, dass der Hersteller Rheinmetall nun zur Rechenschaft gezogen werde. „Wir erwarten umgehend Schadenersatz und die Lieferung funktionsfähiger Ersatzwesten“, so die Senatorin.
Die Affäre sorgt für Aufregung innerhalb der Polizeigewerkschaften und der Opposition. Kritiker werfen der Senatsverwaltung vor, bei der Beschaffung nicht ausreichend auf Qualität geachtet zu haben. Gleichzeitig wird befürchtet, dass das Vertrauen der Beamten in ihre Schutzausrüstung erschüttert sein könnte. Die betroffenen Westen werden derzeit aus dem Dienst genommen, bis eine endgültige Klärung erfolgt. Ein Sprecher von Rheinmetall äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Quellen: ZEIT Online – Deutschland (DE, 24.08.2026 12:53)