Der UN-Sicherheitsrat hat am Samstag in New York die aktuelle Lage im Südsudan erörtert. Grund für die Beratungen sind die anhaltenden Sicherheitsvorfälle im Land, darunter der jüngste tödliche Angriff auf zwei UN-Blauhelmsoldaten in Jonglei. Diplomaten und Vertreter der Mitgliedstaaten diskutierten über die Stabilität der Friedensmission UNMISS sowie über die Notwendigkeit, den politischen Dialog im Südsudan zu stärken.
Die Vereinten Nationen betonten, dass die Gewalt gegen internationale Friedenskräfte nicht hingenommen werden könne und forderten die sudanesischen Behörden zu konsequenter Aufklärung auf. Gleichzeitig warnten mehrere Ratsmitglieder vor einer weiteren Destabilisierung der Region, die auch Auswirkungen auf die Nachbarländer haben könnte. Die USA kündigten an, ihre diplomatischen Bemühungen im Horn von Afrika verstärken zu wollen.
Der Südsudan steht seit Jahren unter internationalem Beobachtungsdruck. Trotz des Ende des offenen Bürgerkriegs im Jahr 2018 bleibt die Umsetzung des Friedensabkommens unvollständig. Menschrechtsorganisationen berichten weiterhin von ethnischen Säuberungen, Zwangsvertreibungen und systematischer Gewalt. Die Sitzung des Sicherheitsrats unterstrich erneut, dass internationale Aufmerksamkeit für das ostafrikanische Land dringend erforderlich bleibt.
Quellen: The Africa Report