Die Hamburger Justiz hat im Zusammenhang mit illegalen Kunstverkäufen aus ägyptischen Gräbern hohe Geldstrafen gegen die Kinder eines mutmaßlichen Raubgräbers verhängt. Wie Ermittlungen ergaben, hatten die Angeklagten wertvolle Artefakte, darunter Objekte mit Bezug zu Kleopatra, nach Dubai verschoben und dort gewinnbringend verkauft. Den Behörden gelang es, den Geldfluss zurückzuverfolgen, was zur Verurteilung führte.
Die Kunstgegenstände stammten vermutlich aus illegal geplünderten Gräbern im Nahen Osten. Über mehrere Jahre wurde ein Schleichweg über Hamburger Handelskanäle genutzt, um die Objekte unauffällig ins Ausland zu bringen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelte intensiv und konnte durch Finanzanalysen die Beteiligung der Beschuldigten nachweisen. Die Geldstrafen belaufen sich insgesamt auf mehrere Millionen Euro.
Die Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung Hamburgs als internationales Zentrum im Kampf gegen illegale Kunstraffung. Experten loben die enge Zusammenarbeit zwischen Justiz, Zoll und internationalen Partnern. „Dieser Fall zeigt, dass kulturelle Raubzüge auch über Hamburg laufen – aber ebenso hier beendet werden können“, sagte ein Sprecher der Hamburger Behörden. Die restituierten Kunstwerke sollen nach Ägypten zurückgeführt werden.
Quellen: Welt Online