Volkswagen-Chef Blume stellt radikale Umbaupläne für Werke in Wolfsburg und Emden vor

Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Oliver Blume, hat am Montagmorgen ehrgeizige Umbaupläne für die deutschen Standorte des Autokonzerns vorgestellt – mit gravierenden Konsequenzen für die Werke in Wolfsburg und Emden, beide in Niedersachsen. Blume kündigte an, Europas größten Automobilhersteller in einen führenden Anbieter von Elektromobilität umzuwandeln, was nach Unternehmensangaben eine umfassende Neuausrichtung der Produktion erfordere.

Demnach sollen die Kapazitäten in Wolfsburg, dem Stammsitz von VW, deutlich gesenkt und Teile der Flächen für neue Technologien genutzt werden. Auch das norddeutsche Emden solle künftig nicht mehr Verbrenner, sondern überwiegend Elektrofahrzeuge produzieren – mit unklarem Personalbedarf. Zwar seien keine massiven Entlassungen offiziell angekündigt, doch Gewerkschaften und Betriebsräte befürchten erhebliche Arbeitsplatzverluste.

Blume betonte, dass die Transformation notwendig sei, um im globalen Wettbewerb mit Tesla und chinesischen Herstellern bestehen zu können. Gleichzeitig müsse er ausgerechnet in den Kernstandorten Niedersachsens für seine Strategie werben, wo die Abhängigkeit von VW besonders groß ist. Die Landesregierung äußerte sich vorsichtig optimistisch, forderte aber klare Sozialpläne und Investitionssicherheit.

Quellen: Spiegel Online