Das Lausitz Festival hat am Montagmorgen in Görlitz offiziell begonnen und setzt damit ein starkes Zeichen für die kulturelle Entwicklung der Lausitzregion. Unter dem Motto „geschöpferisch“ wird die gesamte Region – vom Spreewald bis nach Zittau – für drei Wochen zum lebendigen Bühnenraum. Die Eröffnung fand mit der Verleihung eines neuen Preises für kulturelles Engagement statt, der zukünftig jährlich vergeben werden soll.
Zu den prominenten Gästen der Eröffnung gehörten Schauspielerin Corinna Harfouch und die Musikerin Alin Coen, die sowohl an der Preisverleihung als auch an begleitenden künstlerischen Aktionen teilnahmen. Das Programm umfasst Theateraufführungen in ungewöhnlichen Orten wie ehemaligen Industriehallen, Konzerte im Freien sowie Diskussionsrunden zum Strukturwandel in der Lausitz. Eine besondere Aufführung von „Hamlet“ findet sogar in einem stillgelegten Flugzeughangar statt.
Das Festival will nicht nur kulturelle Vielfalt zeigen, sondern auch zur Identitätsbildung in einer Region beitragen, die durch den Kohleausstieg tiefgreifende Veränderungen erfährt. Organisatoren betonen, dass Kunst und Kultur eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Wandels spielen. Das Lausitz Festival ist eine Kooperation zwischen Sachsen, Brandenburg und lokalen Kulturinstitutionen und zieht jährlich Tausende Besucher an.
Quellen: Der Tagesspiegel, MDR – Nachrichten