Im Fortgang des Hochverratsprozesses gegen den prominenten ugandischen Oppositionsführer Dr. Kizza Besigye hat die Staatsanwaltschaft vor einem Gericht in Kampala am Sonntag, dem 24. August 2026, eine Reihe von Video- und Audiomaterialien eingereicht. Diese stammen angeblich von geheimen Treffen außerhalb Ugandas, bei denen Besigye und mehrere Mitangeklagte über die gewaltsame Entmachtung der Regierung beraten haben sollen.
Laut der Staatsanwaltschaft zeigen die Aufnahmen konkrete Planungen für eine gewaltsame Übernahme der Regierung, darunter Strategien zur Mobilisierung von Anhängern und zur Destabilisierung staatlicher Institutionen. Besigye, der langjährige Herausforderer von Präsident Yoweri Museveni, befindet sich seit Monaten in Untersuchungshaft. Seine Anwälte widersprechen den Vorwürfen scharf und bezeichnen die Beweise als manipuliert und rechtswidrig erhoben.
Der Prozess findet vor dem Hintergrund angespannter politischer Beziehungen statt, während die Regierung in Kampala zunehmend Maßnahmen gegen Oppositionelle ergreift. Menschenrechtsorganisationen haben bereits Bedenken hinsichtlich der Fairness des Verfahrens geäußert. Die Verhandlung wird voraussichtlich in den kommenden Wochen fortgesetzt, während internationale Beobachter das Verfahren aufmerksam verfolgen.
Quellen: AllAfrica – East Africa