Der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth, hat mit einer klaren politischen Kehrtwende für Aufsehen gesorgt. Nachdem er kürzlich aus der SPD austrat, plädiert er nun dafür, die AfD stärker in politische Überlegungen einzubeziehen – insbesondere vor dem Hintergrund der Migrationspolitik. In einem Interview bezeichnete Kerth die aktuelle Flüchtlingspolitik als „Indikator für den Grad des Wahnsinns“ und forderte eine Neuausrichtung.
Kerth begründete seinen Schritt mit der zunehmenden Unzufriedenheit vieler Bürger in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Er verwies auf Dänemark als Beispiel für eine restriktive und klare Migrationspolitik, die er für nachahmenswert hält. „Die Menschen wollen Sicherheit, Ordnung und Planbarkeit – das wird ihnen derzeit nicht geboten“, so der Landrat. Seine Äußerungen lösten innerhalb der politischen Landschaft des Bundeslandes heftige Diskussionen aus.
Kerth betonte, dass Wähler die AfD nicht zufällig wählten, sondern aus tiefer Frustration über etablierte Parteien. Er forderte die anderen demokratischen Kräfte auf, diese Signale ernst zu nehmen. Gleichzeitig betonte er, dass es nicht um eine Koalition mit der AfD gehe, sondern um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Anliegen ihrer Wählerbasis – vor allem in strukturschwachen Regionen des Nordostens.
Quellen: FAZ Online