Nach dem gescheiterten Drohnenangriff Anfang August auf den Leipziger Flughafen haben Ermittler weitere beunruhigende Hinweise gefunden. In unmittelbarer Nähe des Flughafens wurde eine zusätzliche Drohne entdeckt, bei der Rückstände einer hochexplosiven Substanz sichergestellt wurden. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen, um mögliche Verbindungen zum ersten Vorfall herzustellen.
Bundeskanzler Friedrich Merz reagierte während der Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg scharf auf die Vorfälle. Bei seinem öffentlichen Auftritt nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub stellte er klar: „Was in Leipzig passiert ist, wird nicht hingenommen. Diejenigen, die hinter diesen Angriffen stehen, werden dafür bezahlen.“ Die Bundesregierung erwäge nun verschärfte Sicherheitsmaßnahmen rund um kritische Infrastrukturen.
Der Flughafen Leipzig/Halle zählt zu den wichtigsten Luftfrachtdrehkreuzen in Europa. Ein Angriff auf diese Infrastruktur hätte massive wirtschaftliche Folgen gehabt. Experten warnen vor einer neuen Qualität von Bedrohungen durch ferngesteuerte Drohnen, insbesondere wenn sie mit Sprengstoff beladen sind. Die Polizei und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe arbeiten nun eng zusammen, um Präventionsstrategien zu entwickeln.
Quellen: Spiegel Online – Deutschland, FAZ Online, Süddeutsche Zeitung